Kolumne

Erfahrungsbericht REHA Aufenthalt in der Horsefarm in Effingen

Als man mich gebeten hatte, für die Horesefarm in Effingen einen Erfahrungsbericht betreffend den REHA Boxen zu schreiben, habe ich zuerst gedacht, dies interessiert doch sowieso Niemand. Schlechte News, Negativschlagzeilen und wie man es eben nicht machen sollte, sind heute leider schon fast zur Gewohnheit geworden und warum deshalb eben nicht doch auch mal etwas Positives schreiben? Vielleicht interessiert es ja doch den einen oder anderen Pferdebesitzer, der in eine ähnlichen Situation kommt.

Kurz zu meiner Person. Ich bin 59 Jahre alt, männlich, reite seit rund 10 Jahren und habe seit 3 Jahren meinen eigenen Quarter-Wallach namens Newton.

Newton ist gut ausgebildet, eine treue Seele und ein absolutes Verlasspferd und wir reiten im Schnitt wöchentlich 4 bis 6 mal im Gelände. Mitte des Jahres wurde bei Newton dann „Fesselträger-Schaden“ diagnostiziert, welchen wir Ende Juli einigermassen auch wieder im Griff hatten. Am 1. August kam dann noch ein Hufabszess am gleichen Bein hinzu, welcher aber auch innert 10 Tagen eigentlich auskuriert wurde. Nur das Bein wurde und wurde nicht besser. Seine Lahmheit vorne rechts wurde als wie schlimmer. Der Tierarzt meinte einfach, abwarten, ein Fesselträgerschaden geht einfach sehr lange.

Eine zweite Tierarzt-Meinung wurde eingeholt und eine MRI-Untersuchung in Hüneberg gemacht, welche dann ein Problem mit der tiefen Beugesehne und/oder mit dem Schleimbeutel beim Strahlbein ergab. Ob nun Tiefe Beugesehne oder aber nur eine Entzündung des Schleimbeutels machte aber leider auch das MRI nicht ganz klar ersichtlich. Chancen für eine Heilung stehen bei 40%. Wie also weiter. Absolute Boxenruhe, kein Reiten, kein Spazierengehen und keine Weide vorderhand. Nur, dies ist so einfacher gesagt als getan bei einem Pferd welches täglich im Freien ist und 6 – 7 Stunden Weidegang im damaligen Stall hatte.

Ich hab mich an einem Freitagmorgen dann auf dem Internet nach Alternativbehandlungen umgeschaut und bin per Zufall auf die „REHA-Boxen“ in der Horsefarm in Effingen gestossen. Ein Telefon kann ja nicht schaden und Christof Brogli, der Chef der Horsefarm hat sich beim ersten Telefon auch gleich die Zeit genommen, einfach mal zuzuhören wo der Schuh drückt und dann auch sofort Hilfe angeboten. Eine REHA-Box könne ab nächstem Tag zur Verfügung gestellt werden und Pferde die man Newton für den Sozialkontakt zur Seite stellen kann, seien auch vorhanden. Kurzum, 2 Tage später holte die Horsefarm mit ihrem Pferdetransporter meinen Quarter in Bättwil ab und brachten ihn auf die Horsefarm in Effingen.

Die Boxen sind alle hell und sehr geräumig und haben ein Aussen-Paddock von ca. 4 x 6m. Das Dienstleistungsangebot umfasst nicht nur 3 mal tägliches Misten und 6 x Füttern, sondern bei Bedarf kann auch Laufband (Horse-Gym 2000) und Solarium hinzugezogen werden. Martina Brogli kümmert sich bei Bedarf persönlich und täglich um die Reha-Pferde und leistet hier einen wirklich ganz tollen Job. Da Effingen nicht gerade vor meiner Haustüre liegt, habe ich meinen Quarter in die Hände von Martina gegeben. Die ersten 10 Tage war mal absolute Boxenruhe angesagt. Dank seinem neuen Boxennachbarn „Enzo“ hat er diese 10 Tage auch recht gut überstanden und wir haben dann mit TA abgemacht, dass wir nach diesen 10 Tagen jeweils 30 Minuten in der Halle Schritt gehen. Martina hat dies täglich mit Geduld und einem sehr guten Einfühlvermögen für Pferde und deren psychischen und physischen Zustand vorgenommen und siehe da, die Lahmheit wurde merklich besser. Obwohl ich nur etwa jeden zweiten Tag im Stall war, hat mich Martina kurz per SMS täglich über den Stand seiner Lahmheit informiert. Etwas, dass ich in dieser Zeit schon alleine wegen meinen Nerven einfach brauchte.

Kurzum, nach 3 Wochen Schritt waren wir beide der Meinung, dass die Zeit für den Einsatz auf dem Laufband gekommen ist. TA meinte, man könne es ja mal versuchen, sollen aber vorsichtig sein.

An drei Tagen wurde Newton dann an’s Laufband angewöhnt. Mein Quarter war ja noch nie auf einer solchen Maschine und bekannterweise lauern da ja sicher auch die Säbelzahntiger. Aber auch hier zeigt sich, die Erfahrung von Martina und vor allem die Ruhe von Ihr haben hier einen sehr schnellen Erfolg gebracht. Newton läuft mittlerweile jeden Tag seine 30 Minuten auf dem Laufband, davon jetzt bereits 5 Minuten im Trab. Und . . . . . . er lahmt noch immer nicht.

Ich bereue den Entscheid, mein Pferd aus der gewohnten Umgebung rausgenommen zu haben, und in die REHA nach Effingen gebracht zu haben, in keiner Art und Weise. Es ist nicht nur die REHA-Betreuung welche ich als sehr gut betrachte, sondern auch der ganze Stall, die Ambiance, die Leute die dort sind und die perfekte Organisation. Es sind zum Teil nur Kleinigkeiten wie der „Schoggi-Samichlaus“ am 6. Dezember im Stallkasten, das Weihnachtspäkli mit der Leuchtweste an der Stalltüre am 24. Dezember oder der Sylvester-Apéro in der Stallbar, die mir das Gefühl von Kundenähe und Aufmerksamkeit gegeben haben. Viele kleine Dinge, die den Stallalltag, speziell bei einem Reha-Pferd und seinem „nervlich am Boden befindlichen Besitzer“ (so wenigstens war mein Zustand nach dem 40%-Befund vom TA) etwas angenehmer machen, und dazu gehört auch der jeden Tag frisch gemachte „Gratistee für Alle“ im Stallgang, was für mich ein absolutes Highlight war. Aber vor allem, mein Pferd wird in der Horsefarm perfekt betreut.

Unsere Reha-Zeit in Effingen ist noch nicht abgeschlossen, aber ich glaube, dass ich in rund 6 – 8 Wochen meinen Sattel mal wieder hervorhole. Wir packen es weiterhin mit Ruhe an. Weiter mit Laufband und dann so langsam mal wieder an die Longe, damit etwas Dampf abgelassen werden kann. Mein Quarter, das Team von Effingen und ich, wir schaffen das!

Fazit von meiner Seite: Die Horsefarm in Effingen ist ein Stall den ich wirklich jedem empfehlen kann. Sei es kurzfristig und temporär für einen Reha-Aufenthalt oder aber auch als Pferdepension für immer. Für mich derzeit ein Stall mit Note 1. Besser kann man es fast nicht mehr machen.

Andy Reist
mit Newton del Gallo

Nachtrag:

Der Bericht hier soll nicht den Eindruck erwecken, dass ein REHA-Programm jedes lahme Pferd wieder heilt, egal in welchem Stall. Obige Aussagen sind meine persönliche Erfahrung die ich in einem langen Heilungsprozess meines Pferdes gemacht habe. Dazu hat die individuelle Betreuung der Horsefarm extrem gut geholfen und ganz objektiv betrachtet, der Grund ist, warum mein Pferd heute lahm- und schmerzfrei wieder läuft. Aber ohne Tierarzt und ohne genaue tierärztliche Untersuchungen geht es eben auch nicht. Und die viel zitierte Aussage „Boxenruhe ist unmöglich bei meinem Pferd“ stimmt nur dann, wenn einerseits kein Sozialkontakt zu anderen Pferden möglich ist und sich niemand um das kranke Pferd kümmert. Genau in dieser Zeit ist der persönliche Kontakt zwischen Betreuer, Reiter, Besitzer und unserem Liebling von grösster Bedeutung.

Horsefarm:

Herzlichen Dank Andy für Deinen amüsanten und aufrichtigen Bericht.

Wir setzen stehts alles daran das Bestmöglichste zur REHA beizutragen.

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Specki, Hüehnli, Globi und Diti

Wenn man da an die Horsefarm denkt, sieht man all die edlen Pferde vor seinem geistigen Auge. Wie sie auf der Weide stolzen Hauptes umher galoppieren. Oder wie sie schnorchelnd im Gelände an gefährliche Dinge vorbeigehen. Wie sie Eindruck schinden, was sie ja sehr gut können.

Die Fussgänger bestaunen somit des öfteren die Pferde. Doch wenn man deren Besitzer über ihre Pferde sprechen hört, weiss man als Fremder nie so genau, wer damit gemeint ist.

Da werden die PFERDE zu Globi. Zu Strumpfi. Specki ist da auch dabei. Ein Hüehnli beherbergt die Horsefarm auch! Und das sind nur einige der (ÜBER-) Namen… Wenn ich also keine Ahnung hätte, wer Globi ist… Oder Strumpfi, Diti… Ob ich da an Pferde denken würde? Bei Specki würde ich wohl an ein Schweinchen denken 🙂

Eure Anita mit EA Sahid

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Schlammmonster

Und da hat sie uns also wieder voll im Griff, die Winterzeit. Das schöne an der Horsefarm ist, dass die Pferdebesitzer selber entscheiden dürfen, ob sie ihren Pferden im Winter Weidegang ermöglichen wollen oder nicht. Also wird rege diskutiert, ob das denn nun sinnvoll sei oder nicht. Ob sich da gute Pferd verletzt, wenn es im tiefen Boden umher galoppiert und sich wie wild gebärt. Oder ob man dem Pferd einfach ein wenig Wellness gönnen möchte. Wellness ist das passende Wort – denn – die Pferde (die meisten – zu meiner (Schaden-)Freude), lieben es, sich an den schlammigsten Orten zu wälzen. Schlammmonster entstehen…

Die edlen Pferde sehen nun also alle etwa gleich aus, die schönen Decken ebenfalls. Die Farbe dieser Saison: Schlamm. Übrigens – auch Mähnepackungen sind in. Da gibt es einige Pferde mit Schlammrastas. Das mag bei der Sportfrisur nicht so schlimm sein, aber bei langer Mähne… Uaaaaaa… Ich versuchte also, die Rastas trocknen zu lassen, in der Hoffnung, sie danach besser reinigen zu können. Pustekuchen! Nach 4 Tagen erfolgloser Mühe habe ich dann die Mähne gewaschen und trocken geföhnt 🙂 Seither trägt mein Pferd auf der Weide ein Ganzkörperkostüm. Andere Pferde wiederum, so sagt man, mussten ihre Mähne eben für genau diese Saison opfern… Auf dass der Frühling bald komme und alles wieder spriessen kann (auch die Haare)…

Eure Anita mit EA Sahid

Kolumne

Endlich ist es auf der Horsefarm Winter geworden… Die Hitze diesen Sommer und Herbst war ja unerträglich 🙁   Aber fangen wir mal am Anfang an. Mein Frauchen hat mich mitten im Frühling einfach von meiner Fohlenweide in der Pfalz geholt. Da die plözlich die Idee hatte, ihren Kindheitstraum von einem Fjord Wallach zu erfüllen. Und das musste ausgerechnet und unbedingt ich sein. Die spinnt doch. Mir gefiel es auf meiner Weide, ich konnte den ganzen Tag fressen und meinen Bauch pflegen und den anderen zeigen wer hier der Boss ist. Und jetzt dass!!! Plötzlich musste ich alleine in die Schweiz reisen, ohne mein Ziel zu kennen. Dies war zwar aufregend, aber für einen richtigen Kerl wie mich natürlich kein Problem. An einem sonnig heissen Tag kam ich also in  der Schweiz auf der Horsefarm an und lernte viele neue Freunde kennen. In mein Frauchen habe ich mich auf den ersten Blick hin verliebt. Die anderen Kollegen fand ich zu Beginn nicht so toll, denn auf der Weide durfte ich nicht mehr der Boss sein. Nach ein paar Tagen habe ich mich aber an mein neues Leben gewöhnt und nun sind wir richtig gute Freunde geworden. Mitlerweilen teilen wir uns sogar einen Gruppenstall und haben mehr Freiheit als die Boxen-Pferde 🙂 Das finde ich und meine Kumpels natürlich super. Meine Futtergeberin macht täglich etwas neues mit mir und da ich die Abwechslung liebe mach ich das mal alles geduldig mit. Nun ist es aber Winter geworden und wir kommen den nordischen Temperaturen etwas näher. Daher sprühe ich voller Energie und teste mal was mein Frauchen so aushält… Das findet sie nicht immer lustig, ich aber schon. Grundsätzlich sind wir ein super Team, und ich lasse mich auch sehr gerne verwöhnen. Am liebsten hätte ich, wenn mein Frauchen 24h für mich da wäre und mir jeden Wunsch von meinen hübschen Augen ablesen würde. Wenn ich es so richtig überdenke, dann hatte ich doch Glück auf der Horsefarm gelandet zu sein. Kurz und Bündig: Mir gefällt es hier sehr gut! Liebe Grüsse Kjel

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Endlich ist es auf der Horsefarm Winter geworden… Die Hitze diesen Sommer und Herbst war ja unerträglich 🙁   Aber fangen wir mal am Anfang an. Mein Frauchen hat mich mitten im Frühling einfach von meiner Fohlenweide in der Pfalz geholt. Da die plözlich die Idee hatte, ihren Kindheitstraum von einem Fjord Wallach zu erfüllen. Und das musste ausgerechnet und unbedingt ich sein. Die spinnt doch. Mir gefiel es auf meiner Weide, ich konnte den ganzen Tag fressen und meinen Bauch pflegen und den anderen zeigen wer hier der Boss ist. Und jetzt dass!!! Plötzlich musste ich alleine in die Schweiz reisen, ohne mein Ziel zu kennen. Dies war zwar aufregend, aber für einen richtigen Kerl wie mich natürlich kein Problem. An einem sonnig heissen Tag kam ich also in  der Schweiz auf der Horsefarm an und lernte viele neue Freunde kennen. In mein Frauchen habe ich mich auf den ersten Blick hin verliebt. Die anderen Kollegen fand ich zu Beginn nicht so toll, denn auf der Weide durfte ich nicht mehr der Boss sein. Nach ein paar Tagen habe ich mich aber an mein neues Leben gewöhnt und nun sind wir richtig gute Freunde geworden. Mitlerweilen teilen wir uns sogar einen Gruppenstall und haben mehr Freiheit als die Boxen-Pferde 🙂 Das finde ich und meine Kumpels natürlich super. Meine Futtergeberin macht täglich etwas neues mit mir und da ich die Abwechslung liebe mach ich das mal alles geduldig mit. Nun ist es aber Winter geworden und wir kommen den nordischen Temperaturen etwas näher. Daher sprühe ich voller Energie und teste mal was mein Frauchen so aushält… Das findet sie nicht immer lustig, ich aber schon. Grundsätzlich sind wir ein super Team, und ich lasse mich auch sehr gerne verwöhnen. Am liebsten hätte ich, wenn mein Frauchen 24h für mich da wäre und mir jeden Wunsch von meinen hübschen Augen ablesen würde. Wenn ich es so richtig überdenke, dann hatte ich doch Glück auf der Horsefarm gelandet zu sein. Kurz und Bündig: Mir gefällt es hier sehr gut! Liebe Grüsse Kjel

Kolumne

Hallo zusammen. Wir sind zwei braune Wallache. Unsere Zeit verbringen wir am liebsten mit Fressen auf der Weide. Nun hat man uns aber dazu „verknurrt“ eine Kolumne zu schreiben, also aber auch so was!! Das geht alles von der wertvollen Weidezeit drauf. Ich heisse P’tit Prince, aber alle nennen mich Zwerg. Eine lange Geschichte wie ich zu diesem Namen gekommen bin, denn ich bin wirklich kein Zwerg. Und mein Kumpel heisst Haldo, einfach nur Haldo.

Wir sind schon fast 3 Jahre auf der Horsefarm und haben uns sehr gut eingelebt. Seit einem Jahr stehen wir endlich wieder neben einander, das ist richtig cool. Wir sind so dicke Kumpel, dass wenn einer von uns alleine unterwegs ist, es das ganze Fricktal mitbekommt. Da wird mega gewiehert und richtig protestiert und zwar so lange, bis der andere wieder zurück ist. Mit unseren Nachbaren Finn und Eclair verstehen wir uns (meistens J) gut. Die beiden sind eben auch so verfressen wie wir und da muss man halt mal seine Meinung sagen, wenn Heu gebracht wird. Nur damit sie nicht auf die Idee kommen zu stehlen, geht ja gar nicht. Aber wenn wir unsere Meinungen zum Thema Heu ausgetauscht haben, ist der Ärger schnell vorbei und vergessen und wir finden uns wieder ein zur gemütlichen gegenseitigen Fellpflege.

Uns gefällt es auf der Horsefarm. Unsere Besitzerinnen und Reitbeteiligungen beschäftigen uns oft und gerne mit Ausritten im schönen Fricktal, Bodenarbeit und Zirkuslektionen. Vor allem Bodenarbeit und Zirkuslektionen finden wir super lässig, da gibt es immer viele Läckerli, wenn wir was gut gemacht haben. Unsere Besitzerinnen nehmen auch Dressurstunden mit uns. Das ist echt anstrengend und wir sind danach wirklich müde. Deshalb finden wir das auch überflüssig, obwohl unsere Besitzerinnen sagen, das sei gut für unsere Muskeln. Was soll daran bitte gesund sein? Gesünder ist doch den ganzen Tag fressen oder schlafen, ja sicher doch!

Wir glauben, unseren Besitzerinnen gefällt es auch in der Horsefarm. Man trifft meistens auf jemanden. Entweder ergibt sich ein Schwatz oder man geht zusammen ausreiten. Unglaublich was es da aber auch immer zu erzählen gibt? Während wir schon ungeduldig warten bis was läuft, wird munter gequatscht….was die aber auch immer über uns zu quatschen wissen?

So, fertig über uns berichtet, wir müssen uns jetzt wieder unserem Futter widmen. Als Pferd muss ja stets wachsam sein, man weiss ja nie, ob die Nachbarn nicht doch unser Futter klauen.

Kolumne

Hallo zäme

Ich soll eine Kolumne schreiben – also wirklich! Für so was haben Haflinger keine Zeit. Wir müssen schliesslich sicherstellen, dass wir nicht verhungern. Die Chancen dazu sind hier ziemlich gering, aber der intelligente Haflinger sorgt vor…. Aber was macht man nicht alles für ein Zusatzgoody.

Ich wohne seit anfangs Dezember hier auf der Horsefarm und seither hat sich mein Leben ziemlich verändert. Neue Besitzerin, neuer Stall und soooo viel Arbeit. Arbeiten in der Reithalle, arbeiten im Roundpen, arbeiten auf dem Laufband, arbeiten im Gelände. Arbeit, Arbeit, Arbeit! Von Yolande Kaiser, unserer Bereiterin und Reitlehrerin, werde ich jetzt auch noch zum Dressurpferd ausgebildet. Als hätte ich mit Ausreiten, Kutsche ziehen, Longieren und Kunststücke zeigen nicht schon genug zu tun. All dieses Geraderichten, vorwärts-abwärts Dehnen, Biegen und Untertreten; da wird mir manchmal ganz anders. Takt, Anlehnung, Losgelassenheit? Ich kann im Takt kauen, lehne mich immer ganz fest an meine hübsche Boxennachbarin an und am glücklichsten bin ich losgelassen auf der Weide. Klappt doch alles bereits bestens.

Also eigentlich habe ich es ziemlich gut getroffen. Ich bin beschäftigt, zufrieden und habe viele neue Muskeln bekommen. Scheinbar erst noch an den richtigen Stellen. So eine „Infrastruktur“ ist halt doch was wert. Ich habe hier auch eine super Auslaufbox mit freundlichen Nachbarn, es gibt regelmässig was zu fressen (gaaaanz wichtig) und selbst im Winter konnte ich mit meinem besten Freund Valit regelmässig auf die Weide. Im Moment ist es noch besser, es hat GRAS – da könnte ich auch alleine auf der Weide sein. Fränzi, meine Besitzerin, Nervensäge, Schmusekätzchen, Bankkontoinhaberin, Reiterin, Chefin,  Goody-Geberin, Nein-Sagerin und Dompteuse ist auch happy. Es hat ja auch viele nette 2- und 4-Beiner im Stall. Da findet sich immer jemand zum ausreiten, quatschen, aushelfen, diskutieren, anstossen, lachen und lamentieren was das Hafitier wieder angestellt hat.

Deshalb

Kolumne

Hoi zäme,

jetzt bin ich schon seit über einem Jahr daheim auf der Horsefarm und ich kann Euch sagen, echt cool hier!

Vorher war ich in einem anderen Stall, der war gar nicht cool. Nichts zu essen, praktisch kein Freilauf und ach ja… ich hatte ja soviel Rückenweh! Manchmal vergesse ich das direkt, denn heute geht’s mir super!

Mit Therapien, Beritt und Reitunterricht haben wir das ganz gut hingekriegt, dauerhaft besser geht’s mir aber erst, seitdem ich hier stehe. Ein Luxusapartment mit eigenem Balkon ist allein für mich, nette Kumpels nebendran und laufend kommt einer zum Misten oder Füttern! Sehr cool!

Okay, ich gebe zu … die Reithalle fand ich anfangs nicht so cool! Die ist nämlich an 2 Seiten offen und huch! … dauernd Geräusche, andere Pferde, irgendwelche Wagen! Da konnte ich mich nicht auf die Arbeit konzentrieren! Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt und genieße es, daß die Halle so groß ist. 60 m der Länge nach, da kann ich meine 1,73 m Stockmaß mal richtig strecken!

Mit dem Ausreitgelände komme ich persönlich gut klar, auch wenn sich mein Kumpel Zwerg manchmal beschwert. Ständig geht’s bergauf und bergab und wieder bergauf! Ich finde, ich habe dadurch ein richtig rundes Füdeli bekommen (Zwerg hat keinerlei Ambitionen in dieser Richtung!), und meinem Rücken tut das seeeehr gut!

Also Leute, das wollte ich mal gesagt haben!

Bis bald

Euer  Eclair